Früher fester Bestandteil des katholischen Kirchenjahres – heute auch in katholischen Gegenden in der Schweiz eher rare Erscheinungen: Prozessionen. Fotos von der Fronleichnams-Prozession in Einsiedeln 2026.
Prozessionen sind wichtige Bräuche – im Süden Europas, vor allem in Italien und Spanien sind sie populär wie ehe und je. In der Schweiz kennt man sie in katholischen Gegenden, berühmt sind etwa die Prozessionen im Lötschental (Herrgottsgrenadiere), Beromünster (Auffahrts-Umritt), Disentis oder Einsiedeln. Voraussetzung ist allerdings trockens Wetter. Am 4.Juni 2026 spielte das Wetter in Einsieden mit und die leichte Bewölkung sorgte für ideale Licht. Fotografieren in der Kirche ist problematisch und braucht eine Bewilligung, draussen ist das anders. Ich habe versucht die wichtigen Momente einzufangen. Mein besonderer Favorit ist aber das Bild mit den knieenden und betenden Mönchen, einige davon Konzelebranten

Bei der Fronleichnams-Prozession ist das ganze Dorf mit seinen Vereinen dabei, daher die vielen bunten Fahnen. Wir durften bei dieser Gelgenheit konstatieren, dass die Studentenverbindung Corvina nicht vertreten war, offenbar gibt es sie praktisch nicht mehr. Tempora mutantur.
Kleine Anmerkung am Rand: Abt Urban Federer (OSB) trägt die Monstranz, mit dem Allerheiligsten, der geweihten Hostie. Es dürfte sich um ein Prachtsstück aus der Sammlug des Klosters handeln – mit Gold und Edelsteinen. Aber die Monstranz ist schwer und sie während etwa einer Stunde mit den Händen zu tragen auch für einen kräftigen Mann eine Herausforderung. Abhilfe schafft ein verborgenes Tragegestellt, welche das Gewicht von den Händen auf die Schultern leitet, etwa so wie ein Rucksack. Damit da edle Metall der Monstranz durch den Handschweiz keinen Schaden nimmt, gibts eine weitere Einrichtung: Das Velum. Ein speziell geschnittenes Tuch, das die Monstranz und die Hände umhüllt.

Was wird an Fronleichnam eigentlich gefeiert? – Das Fronleichnamsfest ist ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirchen, mit dem die nach kirchlicher Lehre bleibende Gegenwart des als Sohn Gottes angesehenen Jesus Christus im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. Die liturgische Bezeichnung ist in der römisch-katholischen Kirche seit 1970 lateinisch Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi ‚Hochfest des [allerheiligsten] Leibes und Blutes Christi‘. In der altkatholischen Kirche wird es auch Danktag für die Eucharistie genannt.






















