DIY Kamikaze Orchestra

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Eine mehr als ungewöhnliche Vorstellung im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Thema Home Made und Do-it-yourself. Die ad hoc Gruppe „DIY Kamikaze Orchestra“ tritt auf mit einer Gruppe von Leuten, die während einer Stunde live vor den Augen des Publikums eine Installation zusammenlötet. So chaotisch es aussieht: Jeder weiss genau was er zu tun hat und es gibt sogar einen Plan für alles. Und alles tönt ganz wunderbar und nach exakt einer Stunde ist das Kunstwerk fertig, der Spuk beendet. Verdienter Applaus. Wann gibts die nächste Vorführung?


Das Publikum ist begeistert – und bleibt keine Sekunde auf den Stühlen sitzen, man steht rund um den Tisch der lötenden Gesellen – und Gesellinnen: Mindestens eine Frau unter den Bastlern wurde gesichtet. Zunächst mal ist gar nichts zu hören, aber schon nach einigen Minuten: Der Taktgeber der Installation – ein kontinuierliches Tropfen des Wassers, aufgefangen von einem Tonauabnehmer.
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Später mischen sich dann allerlei andere Töne darein – und es entsteht eine einigermassen wilde Mischung von Geräuschen und Klängen. Mit grösster Ernsthaftigkeit und Konzentration löten derweil die einzelnen Mitglieder – hier ensteht ein Schwingkreis, dort gar ein Sender.
Ein Teammitglied macht sich mit einem Telefonbuch und Alufolie zu schaffen. Frage: Was gibt das. Antwort: Ich bastle mir gerade einen Kondensator. Aha. Woher hast Du das originelle Rezept? – Aus dem Internet.
Aha.
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Wunderbar, hier von ganz nah zu sehen, der Plan für das Ganze. Geordnetes Chaos. Strukturiertes Vorgehen. Der Plan für die Performance umfasst mehrere Seiten – schön von Hand gezeichnet. Schön analog. Nix Computer und so. Könnte allein schon als Kunstwerk durchgehen. Schade, dass ich kein Exemplar mitgenommen habe.
Mehr dergleichen: www.homemade-labor.ch Dort bloggt Miss Gunst noch viel ausführlicher zu diesem Thema.

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