Am 19.Juli 1944 – vor genau 81 Jahren – krachte ein abstürzender US Liberator Kampfbomber ins Schloss des Schweizer Diplomaten und IKRK Präsidenten Max Huber in Ossingen.
Für den Blog des Schweizer Nationalmuseums habe ich die Geschichte zusammengefasst. Sie wurde am 19.Juli 2025 unter dem Titel „Das zerstörte Schloss des Max Huber“ in Deutsch, Französisch und Englisch veröffentlicht.

Wie durch ein Wunder wurde durch den Absturz niemand schwer verletzt. Ulrich Huber – Jahrgang 1939 – erlebte den Absturz als fünfjähriger Knirps aus nächster Nähe.

Der Turm des Schlosses wurde komplett zerstört und nach dem Krieg mit US-Unterstützung wieder aufgebaut und zwar nach Plänen des renommierten Zürcher Architekten Werner M. Moser (1896–1970). Er war der Sohn von Karl Moser (1860-1936), der das Kunsthaus Zürich 1906-1910 gebaut hatte. Schloss Wyden war der Familiensitz des Völkerrechts-Professor Max Huber (1874-1860), der das Schloss 1903 erworben hatte. Max Huber stammte aus einer reichen Familie: Vater Peter Emil Huber-Werdmüller (1836-1915) war der Gründer der Maschinenfabrik Oerlikon.
Wenige Tage nach der Publikation meldet sich ein Leser aus den USA: Josh H. Golden, der Sohn des damaligen Bombardiers und schickt uns einen Artikel von einem Besuch in Wyden aus dem Jahr 2013. Er liefert auch Material für eine Website, die ganz dem Bomber ‚Jackpine Joe‘ gewidmet ist. Jackpine Joe war der Kosename des US-Liberator Kampfbombers. Auf der Seite findet sich auch ein Modell des B-24 Bombers, das der Schweizer Modellbauer Ueli Hebeisen gebaut hat.

Mit seinem Namen finden wir weitere Artikel von ihm, so „Jackpine Joe Crashes into the Wyden Castle“. Hier gibts das Veteranen Magazin ‚Pantenella‘vom März 2013. Der Name Pantanella bezieht sich dabei auf Flugfeld der US-Luftwaffe in Süditalien. Dort war insbesondere die 464th Bombardment Group (Teil der 15th Air Force) mit B-24 „Liberator“-Bombern stationiert. Der Flugplatz diente als Stützpunkt für strategische Bombenangriffe, auf Ziele in Deutschland, Österreich, Ungarn und Rumänien. Im Zweiten Weltkrieg gehörten die amerikanischen Luftstreitkräfte zur US Army und hießen daher „US Army Air Forces (USAAF)“. Außerdem war Pantanella kein dauerhaft gebauter Stützpunkt mit festen Einrichtungen, sondern eher ein großes, provisorisch ausgebautes Kriegsflugfeld, Teil eines Netzes von temporären „airfields“ in Süditalien. Die Informationen zum Flugfeld und zur US Luftwaffe stammen von ChatGPT.
Ein ergänzter Artikel erschien im Jahr 2016 in einem anderen Veteranen Magazin, er basiert auf einem Artikel in der Andelfinger Zeitung.

Zum Kampfbomber gibt eine eigene Website.

US-Kampfmobmer B-24 mit Motorschaden. Foto US-Airforce